Neubau Wohn- und Geschäftshaus "Am Hammergraben"

Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 4 Wohnungen und Parkgeschoss

In unmittelbarer Nachbarschaft zum alten denkmalgeschützten Ensemble „Am Hammer“ mit seiner ehemaligen Fabrikantenvilla aus 1836, befindet sich das Wohn- und Geschäftshaus am "Hammergraben". Die ungewöhnliche Form des Baugrundstückes und seine schwierige Bodenbeschaffenheit wurden zum entwurfsprägenden Merkmal des Neubaus. Die Grundstücksgrenze verläuft direkt am denkmalgeschützten Wassergraben, dessen Wasser früher zum Antrieb des Hammers des Eisenhammerwerk genutzt wurde. Die Sülz, Transportweg und Wasserkraftlieferant des ehemaligen Stahl- und Walzwerkes der Gebrüder Reusch aus dem 19. Jhd, speist heutzutage nicht mehr den „Hammergraben“ aber dennoch muss bei dem Baugrund mit Schichtwasser gerechnet werden.

BauWerkStadt Architekten entschlossen sich angesichts dieser Gegebenheiten das Erdgeschoss als Parketage auszubilden, so konnte man die Kosten für eine aufwändige Tiefgarage vermeiden. Technisch wird das Parkgeschoss als weiße Wanne gegen das drückende Wasser ausgeführt. Hier befinden sich die Stellplätze für das 457 m² große Dentallabor im 1.Obergeschoss und weitere 6 Stellplätze für die vier Wohnungen im Staffelgeschoss. Erschlossen werden alle Einheiten des zweigeschossigen Gebäudes entweder über das Parkgeschoss mit Zufahrt an der Gebrüder Reusch Straße, oder über eine Fußgängerrampe entlang des denkmalgeschützten Wassergraben. Beide Zuwege führen zu dem internen Treppenhaus mit für Rollstuhlfahrer geeignetem Aufzug so dass sowohl das Dentallabor, als auch die Wohnetage barrierefrei zu erreichen sind.

Bauherr
privat
Architekt
BauWerkStadt Architekten
Projektpartner
BauWerkStadt Architekten
Status
in Realisierung
Leistungsphasen
LPH 6-9
Standort
Rösrath-Hoffnungsthal
Größe
BGF 1.786 // BRI 5.616 // NF Dentallabor 457 m²
Bauzeit
ab Sommer 2019
Fertigstellung
Ende 2020
Projektnummer
5b18-007

Der dynamische, geschwungene Baukörper resultiert aus der abgerundeten Form des Baugrundstückes. Durch den umlaufenden Rücksprung des Staffelgeschoss wird diese Bewegung betont. Die rund um das gesamte Staffelgeschoss ohne Unterbrechung laufende Brüstung mit abschließendem Metallgeländer erinnert an eine Reling und verleiht dem weißen Gebäude etwas Schiffartiges. Eine Bandfassade aus anthrazitfarbenen Aluminiumfensterpaneelen und zurückversetzten dunklen Putzstreifen steht hierzu in Kontrast und akzentuiert die Horizontalität des Baukörpers mit seiner klaren, reduzierten Formensprache. Im Innen dominieren weiße glatt verputzte Flächen, Parkettböden und großzügige Fensterflächen. Jede Wohnung verfügt über einen Zugang zu der umlaufenden Loggia mit privaten „Terrassenbereich“. In der gemeinsam genutzten Außenanlage befinden sich ein Fahrradstellplätze und ein Kleinstkinderspielplatz.

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