Jugendhilfezentrum Eitorf

Die Grundform des zweigeschossigen Verwaltungsbaues mit Staffelgeschoss wird von einem fast 90° angewinkelten Riegel gebildet. Da die Aufgabenstellung zwei unterschiedliche Nutzer vorsieht, die eine räumliche Trennung zu dem jeweils anderem fordern, verfügt das Gebäude über zwei getrennte Zugänge. Beide Zugänge werden mit einem Flur über das gemeinsame Treppenhaus mit einem Aufzug miteinander verbunden, was eine barrierefreie Erschließung beider Flügel ermöglicht. Eine nachträgliche Verbindung der Flügel ist auf jeder Etage möglich. Ein dritter Zugang direkt am Treppenhaus ermöglicht die externe Vermietung des Staffelgeschosses mit seinem großen Besprechungsraum. Durch Aufweitungen in den Flurzonen entstehen Meeting points als Kommunikations- oder Warteflächen. Das energetische Konzept ist ein energieeffizientes Gebäude mit KfW-55 Zertifizierung und einem sehr niedrigen Primärenergiebedarf. Die Wärmeversorgung erfolgt aus einer Kombination von Betonkernaktivierung mit der Unterstützung von Heiz- und Kühlsegeln, einer Wärmepumpe mit Grundwassernutzung über Systemtrenner und einer mechanischen Zentralbelüftung. Das Projekt wird von Architekten und dem gesamten Fachplanerteam mittels Building Informationen Modeling - kurz BIM – bearbeitet. Diese Methode der ganzheitliche Planung im 3D-Modell, gewährleistet den kompletten Informationsaustausch zwischen allen am Bauvorhaben Beteiligten und somit eine Optimierung aller laufenden Prozesse. Darüber hinaus soll nach Fertigstellung das Facility Management des Gebäudes von Seiten des Bauherrens über BIM gesteuert werden um dauerhaft den gesamten Gebäudelebenszyklus aktiv zu optimieren.

Bauherr
Rhein-Sieg-Kreis - Gebäudewirtschaft
Architekt
BauWerkStadt Architekten
Leistungsphasen
6-8
Standort
Am Eichelkamp 17 - 53783 Eitorf
Fertigstellung
2022
Projektnummer
296