Auszeichnung als vorbildlichstes Bauprojekt

 

Die Stiftung "Lebendige Stadt" hat das Königswinterer Drachenfelsplateau als "vorbildlichstes öffentliches Bauprojekt" ausgezeichnet. Mit der Neugestaltung gewinnt die Stadt den diesjährigen Stiftungspreis und erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Bei einem europaweiten Wettbewerb hatte die Stiftung öffentliche Bauprojekte gesucht, die aus ihrer Sicht vorbildich realisisert waren. Dabei standen die budget- und termingerechte Realisierung sowie ein transparenter Planungs- und Entwicklungsprozess mit umfänglicher Bürgerbeteiligung im Vordergrund.

Das neugestaltete Drachenfelsplateau bezeichnete die Jury als eines der bekanntesten touristischen Highlights in der Region Köln/Bonn. Im Vorfeld des Neubaus wurde in der zweijährigen Planungsphase "in mehreren Workshops" unter Bürgerbeteiligung ein Konzept für das Drachensplateau erarbeitet", lobten die Juroren. Danach wurde das Plateau so gestaltet, dass es sich in die Umgebung sowie den Gebäudebestand einfügt und zu einem ansprechenden Gesamtbild geworden sei. Ein Teil der Fläche wurde mit Sitzstufen ausgestattet, die zum Verweilen einladen. Zudem wurde auf Barrierefreiheit geachtet. "Mit Baustellenbeginn konnten sich die Bürger bei Baustellenbesichtigungen und mittels Webcams über den Fortschritt informieren", begründete die Stiftung ihre Entscheidung weiter. Zudem seien die geplanten Kosten von 9,46 Millionen Euro im Rahmen geblieben.

Die Stiftung "Lebendige Stadt" will in Zeiten von Kritik an Bauprojekten, deren Kosten aus dem Ruder laufen, Akzente setzen: "Unser Wettbewerb hat gezeigt, dass es sehr viele öffentliche Bauprojekte gibt, die vorbildlich und deren Planungsprozesse nachahmenswert sind", erklärte Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung. Es sei an der Zeit, dass neben dem Steuerschwarzbuch ein Weißbuch mit Positivbeispielen veröffentlicht werde, von denen Kommunen lernen könnten.

Auszüge aus dem Artikel im General-Anzeiger am 18.9.2015